34. Altstadt-Weinfest
in Zeil a. Main
vom 4.-6. August 2018

Historischer Überblick

Mönche pflanzten die ersten Reben

Der Weinbau in Zeil - östliches Tor zum fränkischen Weinland - hat eine alte Tradition. Bereits um 1018 betrieben die Mönche des Bamberger Klosters Michelsberg den Weinbau in der Zeiler Flur. Auch das 1119 gegründete Kloster Michelfeld/Oberpfalz ließ in Zeil Wein anbauen. Schließlich war es der Ebracher Abt Alberich Degen, 1625 in Zeil geboren, der im 17. Jahrhundert mit den Zisterziensermönchen maßgeblichen Anteil an der Verbreitung der Silvanerrebe in Franken hatte.

Die ersten Zeiler Weingärten werden 1348 im Urbar B des Hochstifts Bamberg erwähnt, wobei auch schon Weingärten ("Wingerte") am Hang des Zeiler Burgbergs (heute Kapellenberg) genannt werden. Das Rebgelände führte hinunter bis zur alten Handelsstraße im Tal (heute B 26). Bischof Ekbert von Meran (1203-1237) übereignete dem Frankenkloster Maria zu Bamberg seinerzeit weitere Weingärten am Krumer Schloßberg.

Bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) waren die Berghänge rings um Zeil mit Reben bepflanzt. Für den Weinbau besonders bedeutsam war dann die Einführung der Silvanerrebe um 1665.

Vor dem letzten Krieg gab es in Zeil noch viele Landwirte, die auf den "Rangen" ihren Haustrunk anbauten. Es gab damals im Herbst mehrere Heckenwirtschaften, die in den Wohnhäusern dieser Winzer für längere Zeit eröffnet wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr der Weinbau in Zeil durch eine Weinbergsbereinigung einen beträchtlichen Aufschwung. Dadurch kam es zu einer Verbesserung des Weinbaues und seiner Vermarktung.

Heute werden die Weinberge von gut ausgebildeten Winzern gepflegt. Ihre Weine bauen sie mit viel Leidenschaft und Liebe zu edlen Tropfen selbst aus.Einzelne Winzer vertrauen auf die Kompetenz von erfahrenen Kellermeistern bei der Gebietswinzergenossenschaft Franken.

Grabmal Abt Degen

Grabmal von Abt Alberich Degen im Kloster Ebrach